Sonntag, 21. Dezember 2014

Hilfe!

Ich drehe noch durch.:( Er mästet mich seit Tagen. Ich bin seit Donnerstag hier und ich hab 2kilo zugenommen. In 4 Tagen! SCHEIßE, SCHEIßE,  SCHEIßE!
Ich versaue mir Weihnachten komplett! Ich wollte ein 55kg-Weihnachten!  Ich muss jetzt anfangen morgens und nachts Sport zu treiben, damit ich all den Zucker und das Fett wieder los werde! Verdammte Scheiße!

Dienstag, 16. Dezember 2014

56.8kg//Bmi 18.76


Das Bild ist wieder einmal vom Tunesienurlaub Ende September. Da hatte ich zwar noch 59kg, aber ich mag es trotzdem, da man in der Brücke meine Rippenbögen sieht. Hoffentlich muss ich mich bald nicht mehr verrenken, um meine Knochen sehen zu können.:D
Ich stecke was meinen Freund angeht schon wieder in einem Zwiespalt... Wenn man einmal den Anfang gefunden hat und wieder im Abnehm-Flow ist, will man nicht gleich wieder wegwerfen. Ich muss nur einen Weg finden, Freiags und am Wochenende wieder fetter auszusehen. Kennt ihr einen Weg, diese kleinen Fältchen (an der Brust zum Beispiel) "aufzufüllen". Hilft literweise Wasser? Muss ich Donnerstag schon den ersten Fresstag einlegen? Wie mache ich ihm weis, dass ich "normal" esse?

Ich bin froh über Ideen, oder die Bereitschaft die Frage auf eurem Blog zu teilen!
Vielen Dank,
Yves:)

Montag, 15. Dezember 2014

Aufgeflogen


"Du wirst doch auf immer weniger." Mein Freund hat es ausgesprochen. Ich hab angefangen rumzudiskutieren und er hat nicht locker gelassen. Ich hab schließlich gesagt, dass ich wieder angefangen habe Sport zu treiben, um meinen Bauch wieder etwas definierter zu gestalten. Dass ich dabei zwangsläufig auch etwas Fett verloren hätte. Dass es nicht so sei, wie damals, als ich nur noch 54kg gewogen hätte. Nein, ich würde ganz normal essen. Mal schauen, was ich ihm nächste Woche weismache.
Uhrg, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich keine Lust darauf habe ihn nun permanent anzulügen. Natürlich habe ich auch keine Lust aufzuhören, jetzt wo es läuft. Ich hatte heute morgen 57.1kg (BMI 18.86)und das hat mich deshalb gefreut, weil ich Montagmorgens mit Abstand das höchste Gewicht der Woche habe. Wenn alles nach Plan läuft, sehe ich vielleicht sogar die 55.x Freitagabend. *-*

In freudiger Erwartung
Yves

Dienstag, 9. Dezember 2014

57.3kg//Bmi 18.9 - und täglich grüßt das Murmeltier


Ich weiß, ich sollte eigentlich schon oft genug darüber gemeckert haben, aber das alles geht mir hier  viel zu langsam. Es ja meine eigene Schuld, weswegen es paradox erscheint sich darüber zu beschweren. In einem meiner Abnehmtagebücher, schrieb ich mal: "Wie man sich fettet, so wiegt man." Abgeleitet von dem wesentlich gehaltvolleren Sprichwort "Wie man sich bettet, so liegt man". Dann hab ich mich über zwei Seiten darüber kaputt gelacht, ach war das eine unbeschwerte Zeit.....52kg.....und Lust sich über 2 Seiten über einen intellektuellen Tiefflug zu amüsieren. Naja times went by. Ich bin heute schon seit 7 an der Arbeit und bin wild entschlossen heute so viel wie möglich zu schaffen. Ich bin nur noch bis zum 14.01 in dieser Stadt, danach ist die Praxiserfahrung, die ich vor dem Studium habe sammeln müssen schon um und ich gehe vorerst zurück in meine Heimatstadt. Ich habe dann ein Zeitfenster bis zum Wintersemester, in dem ich weitere Praktika in meiner zukünftigen Studienstadt absolvieren möchte. Falls sich dahingehend nicht so viel ergibt, werde ich die Zeit nutzen um in meiner Heimatstadt so viel Geld wie möglich vor dem Studium zu hamstern, da ich während meiner Studienzeit nicht Bafög berechtigt  bin und meine Eltern so wenig wie möglich finanziell belasten will. Das ist der Plan soweit...Ach ja, und ich werde mit meinem Freund zusammen ziehen, wenn wir erst 380km entfernt von unserer Heimatstadt leben. Wir sind momentan 1 Jahr und 3Monate in einer Wochenendbeziehung, weil ich aktuell schon 100km entfernt von unserer Heimatstadt arbeite. Wenn ich dann Mitte Januar zurück komme, sehen wir ob alles noch läuft (wovon ich ausgehe :D) und dann geht es Richtung Herbst zusammen in die Studienstadt, in der er dann auch arbeiten wird. (Er hat sein Studium schon beendet).
Der Tagesplan sah heute morgen ein Stück Fertigkuchen vor, um dem Heißhunger vorzubeugen (250kcal), was auch prompt mit Magenschmerzen quittiert wurde. Heute Mittag gibt es Weißkohl-/Möhrensalat (200kcal).
Vielleicht kommen morgen die 56.x? *-*

Warum postest du so wenig?



Ich muss sagen, dass ich einfach ein schlechtes Gewissen habe zu posten, wenn ich nicht von Fortschritten berichten kann. Auf der einen Seite denke ich, dass ich es nicht verdient habe, auf der Anderen, schäme ich mich dafür von euren Erfolgen zu lesen und selbst nichts Gutes berichten zu können.
Die Fakten.
Heute morgen auf nüchternen Magen 57.9kg auf 1,74m d.h. ein BMI von 19.12. Es fühlt sich unendlich waalig an. Ich komme mir vor wie ein Shitake-Pilz, weil ich ständig fettigen, zuckrigen Müll in mich reinfresse. Ich bin so quallig. Ich fühle mich ungepflegt und eklig und glaube, dass ich mich nicht genug waschen kann um jemals den Gestank des Fetts runter zu bekommen. Wenn ich mich in den aufgehenden Supermarkttüren beobachte, wachsen meine Oberschenkel auf gewaltige Größe an, sie füllen sich mit den Kalorien, die sich in meiner Einkaufstasche befinden, bevor ich sie überhaupt aufnehme.
Ich hasse diesen ekligen 19er Scheiß-BMI. Versagerin.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

57.2kg//18.89


Gestern lief es wirklich gut. 2 grüne Smoothies, einen morgens und einen mittags, brachten mir 800g weniger. Heute morgen  bin ich endlich pünktlich um 6 aufgestanden und war um 7.30 an der Arbeit. Mein Plan läuft...heute Morgen und Mittag den restlichen Smoothie. Heute Abend besuchen mich meine Schwester und beste Freundin, samt Anhang, um die neue Wohnung zu besichtigen und danach haben wir unser wöchentliches Dinner. Ich habe mich für Salatvariationen mit dem veganen "I love Salad"-Dressing von Attila Hildmann in Vegan for Fit entschieden. Weil sie unbedingt noch etwas Warmes wollten (abends um 19Uhr?!) mache ich dazu mit Spinat und Feta gefüllte Blätterteigtaschen, Tofu und Baguette. Ich werde aber auf keinen Fall Kohlehydrate zu mir nehmen und bei Salat (mit einem so wenig Dressing wie möglich) bleiben. Ich weiß noch nicht wie ich mich vor dem Wein drücke, ich habe schon überlegt die Einnahme von Antibiotika vorzugeben...zur absoluten Not habe ich auch noch Abführmittel da...Ich werde vor dem Dinner joggen gehen....
Ich will morgen bei 56,x stehen!

Naja, ich halte euch auf dem Laufenden,
Love, Yves.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Der erste Schnee & 58kg



Ich ärgere mich unvorstellbar. Ich habe gestern Morgen und Mittag einen grünen Smoothie zu mir genommen. Durchgehalten bis 21 Uhr. Dann haben meine Mitbewohner Freunde eingeladen und Käsefondue gemacht. Ich habe gesagt, dass ich zu fertig bin, um dem beizuwohnen, aber meine Mitbewohnerin hatte schon für mich miteingedeckt und schaute mich super traurig an. Ob ich nicht wenigstens ne Kleinigkeit mitessen wollen würde. Nach meinem super disziplinierten Verhalten und riesigem Hunger habe ich zugeschlagen. Mir war es so peinlich, dass ich mich nicht zurückhalten konnte und ständig weiter gesnackt habe. Bestimmt haben sich alle gefragt, wie man nur so verfressen seien kann. Es hat sich überhaupt nicht gelohnt, die Freunde waren nicht sonderlich interessant und das Essen viel zu spät und viel zu fettig.
Ich hätte ins Bett gehen können, nachdem ich meiner Mitbewohnerin mit den Vorbereitungen für das Fondue geholfen hatte, ohne etwas zu probieren.
Ich hätte ins Bett gehen können, mit dem Wissen 10h nichts mehr gegessen zu haben, währenddessen sie sich nebenan flüssigen Käse rein hauen.
Ich hätte clean sein können.
Ich hätte mich heute morgen über den Schnee freuen können, anstatt mich über 58kg zu ärgern.
Ich hätte mir sagen können, dass der Schnee die Belohnung für meine Disziplin ist.

Aber ich habe es verkackt.

Und heute starte ich von Neuem. Nur Gemüsesmoothie. Am Freitag 56kg. Muss, muss, muss.

Love, Yves.

Montag, 1. Dezember 2014

Körperbild und Wochenende

Das Wochenende bestand leider -wie so oft- auf zu viel Essen. Dafür auch jede Menge Zweisamkeit, Nettigkeiten und Zuwendung. Ich muss sagen, dass ich immer wieder überrascht bin wie schön sich eine Beziehung nach 4 Jahren anfühlt. Bevor ich ihn kennenlernte war ich der festen Überzeugung, dass ich nicht für Partnerschaften gemacht bin. Mit ihm weiß ich, dass mein Leben reicher geworden ist.
Er kennt meine Geschichte, die meiner Kind-
heit und auch die der Selbstverletzung. Wir haben aber nie über Magersucht gesprochen. Er achtet akribisch auf meinen Körper und weiß mittlerweile auch wieder, dass ich abgenommen habe. Man kann diesem Fuchs nur schlecht etwas vor machen.
Ein anderes Thema:
Ich habe festgestellt, dass mich die Körperbilder anderer Blogs immer brennend interessieren. Deshalb habe ich trotz der Überwindung, die es mich kostet, beschlossen euch auch das Ein oder Andere zu zeigen. Hier eines aus dem Tunesienurlaub im Sommer diesen Jahres. Da hatte ich mein „Standard-Gewicht“ von zirka 60kg. Wie ich schon erwähnt habe, sieht man mir die auf 1,74m Körpergröße nicht wirklich an, da ich viel Sport gemacht habe. Eklig fühlt sich diese Zahl natürlich trotzdem an.

Mittwoch, 26. November 2014

57kg

Da steigt sie wieder, die Hoffnung auf den ersten für mich ernstzunehmneden Erfolg. Ich habe gestern mit meiner Schwester zu Mittag gegessen. Und habe, da meine Mutter am Familienzusammenführungsabend behauptete, ich sähe aus als wöge ich 50kg, einen kompletten Teller Kichererbsen-Zucchini-Auberginen-Pfanne gegessen. Ich hatte danach zwar furchtbare Bauchschmerzen, aber wir beide haben uns während des Essens darüber ausgelassen, wie absurd ihre Behauptungen wären. Meine Schwester merkte an, dass meine Mutter sich um mich hätte sorgen sollen, als ich über meine zugenommenen Kalorien Buch führte. Ich musste innerlich laut lachen, da ich mittlerweile nicht  mehr nur wie mit 13 darüber Buch führe, sondern darüber blogge und auch andere Menschen damit behellige. Würde sie von meiner negativen Entwicklung wissen, würde ich nicht wissen wollen, was sie von mir hielte! Ich lebe momentan ohnehin mit der ständigen Paranoia, dass jemand meinen Blog entdeckt und dann schockiert/enttäuscht/entsetzt reagiert. Wollen wir hoffen, dass auch in Zukunft niemand davon erfährt. Da ich gestern nicht nur mit meiner Schwester zu Mittag aß, sondern mich auch noch mit meiner besten Freundin auf dem Weihnachtsmarkt verabredet hatte, kam ich nicht umhin 4 Glühwein mit ihr zu trinken. Zugegebenermaßen war das absolut nicht geplant, aber wir haben uns nach längerer Zeit mal wieder so innig zu zweit unterhalten können, dass ich nicht früher nach Hause gehen wollte und konnte. Ich befürchte ein wenig, dass das Gewicht auch durch die Dehydrierung, die der Alkohol mit sich bringt resultieren könnte. Deshalb sollte ich heute besonders auf der Hut sein, was das Essen angeht, um nicht Gefahr zu laufen, morgen ein höheres Gewicht auf der Waage zu sehen!
Der Plan sieht grüne Smoothies zu Frühstück und Mittag vor, abends gibt es regulär nichts. Das heißt, dass ich heute einen 1/3 Salatkopf, 1 Apfel, 1 Banane und 1 Mini-Saftorange essen werde. Ich hoffe, dass ich meinen Körper damit erfolgreich detoxieren kann, und dass Schwindelgefühl sowie 300g los werde. :)

Alles Liebe bis dahin,
Yves

Montag, 24. November 2014

Meine Mutter



Im letzten Post erwähnte ich, dass meine Schwester die Anspannung am Familienzusammenführungsabend nicht mehr ausgehalten habe und mein Freund nicht verstand, was „mein Problem mit meiner Mutter sei“. Dieser Konflikt begegnet mir leider öfter. Außenstehende, die meine Mutter nicht während des Klimax ihrer Depressionen und Manien miterleben durften, halte sie für eine normale Frau mit einem Hang zum theatralischen, die aber im Großen und Ganzen einen sympathischen und auf jeden Fall zurechnungsfähigen Eindruck macht.
Es macht mich wahnsinnig. Nicht nur das man kein Verständnis dafür bekommt, was man durch leiden musste, nein, man muss auch noch rechtfertigen, warum man sie nicht bedingungslos liebt.
Meine Mutter hatte die Angewohnheit sich bis zu 2 Wochen im Schlafzimmer zu verbarrikadieren, währenddessen meine Schwester und ich (11 und 7), uns mit Lebensmitteln und versorgen durften, aufstanden, zur Schule gingen, gute Klausuren schrieben, uns gegenseitig ins Bett brachten und Niemandem ein  Sterbenswörtchen erzählten. Meinem Vater spielten wir am Wochenende heile Welt vor, weil uns von unserer Mutter indoktriniert wurde, dass alles seine Ordnung habe und wir Zahnräder seien, die funktionieren müssten, damit nicht alles zusammenbreche. Wir wuchsen mit ständigem Lügen auf. Irgendwann wusste ich natürlich auch selbst nicht mehr, was wahr und was simuliert war. Defacto habe ich mit 13 einfach nur noch ausziehen wollen. Zu dieser Zeit hörte meine Mutter auf, sich vor dem Leben zu verschließen. Sie wollte jetzt aktiv Part an unserer Erziehung haben, doch leider gab  es da keinen Bedarf mehr, weder an Liebe, noch an sonst irgendetwas. Das machte sie zunehmend aggressiver. Ich erkannte, dass ihre unnötige Überfürsorge gepaart mit der Erkenntnis überflüssig zu sein, für einen labilen Menschen nicht ertragbar zu sein scheint. Bewusst oder unbewusst  tat sie alles dafür Kontrolle über mein Leben zurückgewinnen zu wollen. Das versuchte sie zu erreichen, indem sie mein Selbstbewusstsein schmälern wollte, um mich wieder von ihr abhängig zu machen.

Du bist nichts wert.
Ohne mich bist und kannst du nichts.
Du bist das Undankbarste was mir je passiert ist.
Ich frage mich, warum ich mit so Etwas wie dir gestraft bin.
Ich werde dir noch beikommen.
Glaub nicht, dass du schlauer bist als ich.
Du verfickter Wanzt bist Dreck und nichts weiter.

Ich reagierte mit Abwesenheit. Ich bewegte mich innerhalb der Wohnung lautlos. Ich verschwand an den Bahnhof oder Schlosspark. Leider fand ich auch dort keine Akzeptanz. Über 3 Jahre sammelte ich Drogenerfahrungen. Selbstverletzung. Sportsucht. Abnehmwunsch. Ich arbeitete, ich blieb auf dem Gymnasium. Ich war autark, finanziell und emotional. Mit 17 war die Situation nicht auszuhalten. Meine Mutter reagierte neben ihren verbalen Attacken nun auch mit physischer Gewalt, ich sagte ich würde ausziehen, sie lachte. Ich stellte meinem bis dato eher abwesenden Vater ein Ultimatum. Entweder, er würde mich vom Bahnhof abholen, oder ich stiege in den nächsten Zug nach Berlin. Er tauchte auf und ich wohnte ein Jahr bei ihm. Danach zogen wir in ein größeres Haus und ich bekam meine eigene Wohnung darin. Mittlerweile wohne ich dort nur noch am Wochenende, unter der Woche arbeite ich 100km entfernt, um Praxiserfahrung vor meinem Studium zu sammeln.  Meine Mutter versuchte sich mit Tabletten und Alkohol das Leben zu nehmen. Ich wurde von einem ihrer Bekannten kontaktiert und sollte überprüfen ob sie sich in der Wohnung aufhielt. Nach 3 Stunden vergebenen Wartens vor der Tür, entschloss ich mich die Polizei zu alarmieren und rettete ihr damit das Leben.  Ich bat im Krankenhaus, um die ihre Einweisung in die geschlossene. Man versicherte mir, dass ihre Mündigkeit von einer Psychologin geprüft wurde. Sie erklärte, dass alles ein Versehen gewesen sei. Nach 3 Tagen wurde sie entlassen, und beschwerte sich darüber, dass ich die Feuerwehr alarmiert hätte und sie nun einen Kratzer in der Wohnungstür habe. Mein Freund hat all das mitbekommen. Er hat mich die Kotze meiner Mutter nach ihrem Beinahe-Tod aufwischen sehen.
Ahja. Es ist Zeit ihr zu vergeben. Schließlich hätte auch alles schlimmer kommen können.

Samstag, 22. November 2014

57.3kg

Also: Abnehmtechnisch ist der Plan heute echt aufgegangen. Ich hätte heute morgen 57.4 auf der Waage. Das Essen bei meiner Mutter endete mit mehr oder weniger großen Katastrophen. Die Töchter ihres Partners waren relativ sympathisch. Bis zu dem Punkt an dem es um "Scheiß Ausländer, die uns auf der Tasche liegen" ging. Woooooow, da kenne ich aber leider wenig Toleranz! Danach haut eine der Tochter raus, dass sie NPD wähle, es war unglaublich! Nachdem es in relativ unumschweifende Diskussionen ausgeartet war, haben die Töchter sich auf den Heimweg begeben. Den Freunden von mir und meiner Schwester gefiel es leider so gut, dass sie sich mit dem Partner meiner Mutter die Kante gaben.  Dieser hält die Einstellung seiner Tochter übrigens für totalen Schwachsinn. Nachdem ich meinen total betrunkenen Freund nach Hause bugsiert hatte, zerlegte er versehentlich mein Schuhregal und kotze mir die Toilette voll. Der Vorteil der Situation ist der, dass er nun in komaartigen Schlaf verfallen ist, und ich nun Sport machen kann und morgen früh joggen gehe, währenddessen er noch schläft. Jackpot. Ansonsten war es wie erwartet hart. Meine Schwester (4 Jahre älter) brach Mitte des Abends in Tränen aus, weil sie die Anspannung nicht mehr aushielt.
Und mein Freund schmiss mir super betrunken an den Kopf, dass er nicht verstehe, was ich gegen meine Mutter hätte. Er höre sich jetzt seit 3 Jahren an wie schlimm es mir gehe. Langsam könne ich ihr doch mal verzeihen. Es hätte ja schließlich auch schlimmer sein können.
Ein ganz schön harter Schlag.
Ich werde das morgen mit Sport kompensieren. Er hat es nicht so gemeint. Ziel für morgen ist das Gewicht trotz meines beschissenen Essverhaltens heutw Abend zu reduzieren.
2h joggen brennen das Fett und die Selbstverachtung schon weg.
Bis morgen, Love, Yves

Freitag, 21. November 2014

58.3kg

In kaum erwähnenswerten Schneckentempo, laufe ich mit winzigen Schritten in die richtige Richtung. Das Wochenende wird, wie so oft, eine Herausforderung für mich bedeuten. Zum Einen was das Essen angeht, denn wie ihr mittlerweile wisst, mästet mich mein Freund mit Leidenschaft. Ich kann natürlich nicht alles auf ihn abwälzen, wir zelebrieren Fressorgien auch gerne in gegenseitigem Einverständnis. Zum Anderen wird es auch eine private Herausforderung. Denn meine Mutter, mit der ich nur sporadischen Kontakt hege, seit ich mit 17 bei ihr auszog, veranstaltet ein Familienzusammenführungsdinner, bei dem ich und meine Schwester, die etwas jüngeren Töchter ihres Partners kennenlernen sollen. Das Unterfangen als solches ist so absurd, weil schon genug Konfliktpotential zwischen meiner Schwester und mir ihr gegenüber vorhanden ist. Jetzt wurde ich darüber in Kenntnis gesetzt, dass die Freunde der Töchter ihres Partners auch auftauchen, wobei anzumerken ist, dass deren Verhältnis zu meiner Mutter sehr angespannt sei. Hervorragende Voraussetzungen also für einen äußerst eskalativen Abend. Nebenbei treffen wir auch nicht bei einem Wein in angenehmer Atmosphäre aufeinander, sondern bei "Weihnachtsessen" (fett, fett, fettiger) in einer schlecht belüfteten 40m² Wohung.
Ich weiß nicht wie ich auch nur anstandshalber einen Bissen herunter bekommen soll.
Mich vor dem ganzen Senario zu drücken ist auch nicht möglich, weil meine Mutter sonst komplett austickt. Schließlich hat sie fett-fett-fettiger-Essen für 10 Personen geplant!
Also, mein Plan für heute sieht wie folgt aus: Ich habe bis dato noch nichts zu mir genommen, werde aber gleich mit einem grünen Smoothie aus Kohl, Gurke, Avocado, Pflaumen und Johannisbeeren starten. Den gibt es dann auch heute Mittag und bevor ich 9 Stunden kellnern gehe, gibt es garnichts.
Ich weiß nicht, ob ich mich auch vor meinem Essen nach der Arbeit drücken werde. Entweder mein Freund bereitet mir nen Salat vor, oder ich sage, dass ich schon an der Arbeit gegessen hätte.
Samstag werden wir ausschlafen und um 17 bei meiner Mutter Weihnachtsessen. Dh, dass ich Samstag und Freitag auf jeden Fall unter 800kcal bleiben kann. Sonntag wird mir mein Freund hoffentlich auch ohne Übermäßig viel Essen möglich machen. Außerdem habe ich momentan die Squat-und Abschallenge am Laufen, ich hoffe, dass ich am Wochenende noch zum Joggen.
Ich halte euch auf dem Laufenden,
Love, Yves

Donnerstag, 13. November 2014

58.7kg




Langsam nährt sich das Eichhörnchen. Wow, das geht ja in riesen Schritten voran. Naja gut, immerhin 300g. Hab gestern Abend Abführmittel in Pulverform genommen. Aber hatte wohl keinen wirklich abführenden Effekt. Ich hab es abends genommen und dachte dann nachts wach zu werden, um mich zu erleichtern, aber nichts war. Wahrscheinlich war die Dosis zu schwach oder das Pulver ist einfach ein fail. Ich nehme momentan DM-Hausmarke „das gesunde Plus“. Immer wieder witzig mit wie  viel Ironie man beim Abnehmen konfrontiert wird. Ich glaube ich hole mir morgen auch mal Dulcos. Mit dem Kotzen hab ich einfach riesige Probleme muss ich sagen. Ich weiß, dass ich erst mal auf ein Gewicht kommen sollte, dass die Einnahme überhaupt „rechtfertigt“, wenn ich bei 45 bin oder so, aber ich krieg momentan einfach garnichts gebacken und probiers jetzt so. Rizinusöl hol ich mir auch noch. :D
Ich habe ewig nach Blogs gesucht auf denen Abführmittelerfahrungen stehen, mit Produktnamen, Mengen und Effekten. Ich probiere es jetzt selbst.

Mittwoch, 12. November 2014

59kg



Es läuft einfach nicht momentan. Ich bereue es meine alte Seite  mit so vielen Aufrufen täglich gelöscht zu haben. Die neue Seite läuft einfach nur schleppend an. Ich habe momentan einfach keinen Lauf. Damit meine ich nicht nur die Tatsache, dass ich nicht weiß für wen ich die Posts verfasse, wenn meine alten Follower nicht mehr dabei sind. Sondern auch beruflich ist es echt mies. Und währenddessen ziehe ich noch um. Und alles ist sowieso kompliziert. Das letzte Wochenende mit meinem Freund war super schön. Wir sehen uns von Freitagabend bis Sonntagnacht. Ich schleiche mich dann Montagmorgen um 5 davon und bin gegen halb 9 wieder in der Stadt in der ich arbeite. Wir hatten letzten Freitag einen schwierigen Start. Er ist selbstständig und steht vor einer beruflichen Veränderung. Er sucht momentan eine neue Niederlassung in unserer Heimatstadt und das alles stresst ihn ein wenig. Wir haben uns Freitag hingesetzt und uns bei einem Vodka ausgesprochen, einfach alles was uns momentan bewegt. Das hat wirklich gut getan. Und ironischer Weise waren meine Arbeitsprobleme  echt von Vorteil, da ich mich von diesen emotional befreien konnte, während dessen ich nicht in Versuchung kam, ihm zu gestehen, dass ich gerne wieder abnehmen würde. Seine Reaktion wäre ja absehbar gewesen.
„Ja toll, dann können wir wieder nichts zusammen essen.“
„Großartig, verabschiede dich schon mal von deiner Oberweite“
„Nicht schon wieder, ich dachte das Thema wäre endlich rum.“
Er weiß also bislang Gottseidank von Nichts. Aber wovon soll er auch wissen, ich hab ja bis dato noch überhaupt nichts erreicht. :D Ganz ehrlich? Ich weiß nicht, was da los ist, aber ich habe permanent und ständig Hunger. Heißhunger. Es ist vergleichbar mit einer Drogenabhängigkeit. Ich denke 24/7 an Essen. Ich stehe vor Berlinern/Donuts/Kuchen wie eine Verhungernde. Dabei wiege ich verkackte, fette 59Kilo und habe ein Stück Kuchen gefrühstückt! Das kann doch wohl nicht sein! Ich muss einfach mit irgendetwas anfangen. Wenn ich schon zu schwach bin, um meine Ernährung umzustellen (was mysteriöser Weise noch vor 2 Monaten kein Thema war, da kam ich mit 200kcal an Montagen aus!), muss ich zu Mindest mit dem Sport beginnen. Kann mir jemand ne Challenge empfehlen, die man gut lautlos in Miethäusern machen kann? :)

Verzweifelt,
Yves